Loading…
Design

Jeder, der seine Umwelt genau betrachtet, weiß von der Faszination beim Betreten einer Kathedrale, eines Museums, einer Werkhalle, eines Friedhofs, oder irgendeines anderen Raumes. Raum und Dinge überwältigen. Sie sind allgegenwärtig und erscheinen außer uns. Erst jedoch, wenn sie uns leiten, verleiten und begleiten, sind sie. Sie erstehen in unserer Wahrnehmung. Und sie vergehen darin. Alles Leben ist in Raum und alles Leben wird durch Raum. Nun unterscheiden wir zwischen dem scheinbar natürlichen Raum und dem geschaffenen künstlichen Raum, wobei sich all diese kategorialen Dichotomien inhaltlich bespiegeln. Wir benutzen sie nur, um zu sortieren, zu differenzieren etc. – letztlich um Wahrnehmung denken zu können. Wenn wir uns dem gestalteten Raum zuwenden, muss man annehmen, dass alle gestalteten Handlungen motiviert sind. Somit stellt sich die Frage nach der Lesart dieser Motive. Wie erkennen wir, was Räume oder Bauten meinen und bedeuten? Und auf welche Weise tun sie das?


Dies verlangt nach einer Auseinandersetzung über unser Verhältnis zu den Dingen. Wir treten in einen Dialog mit ihnen, sobald wir das Verhältnis zwischen unserem Subjektsein und den Objekten, die wir wahrnehmen, befragen, erst sinnlich, dann bedenkend, schließlich erkennend. Diesem inneren Dialog erwächst eine schöpferische Kraft. Dieser Kraft vertrauend, werden wir schnell feststellen, dass ein Objekt an sich, also außer uns, schwer denkbar ist. Dies meint nicht eine Beschränkung der Physis außer uns, dies meint eine Beschränkung, sie zu denken.
Design

Every careful observer of the world around him knows of the fascination he experiences when he steps into a cathedral, a museum, a factory, a cemetery or any other place. The space and things in it are overwhelming. They seem to be outside us, and present at any instance. But they only come into being by guiding or misguiding us, by being perceived by us, and they also vanish through us. Life exists in and through space. We distinguish natural and man-made spaces. Both concepts depend on each other. We use them for differentiating, sorting, etc. Basically, they are a means of understanding perception. In dealing with man-made spaces, we assume that there were motives to make them. One can ask how to find out about these motives. How do we understand the meaning of spaces and buildings? In what way do they signify something?


We have to think about our relationship with things. We communicate with them as soon as we consider the relationship between objects and our subjectivity, in perceiving, exploring and finally, recognizing them. By doing so, we gather creative power. Relying on this power, we will soon discover that we cannot easily think of the existence of an independent external object.
  • 0
  • 1