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Der Entwurf für die Gedenk- und Begegnungsstätte auf dem Areal des ehemaligen KGB-Gefängnisses Potsdam, schafft eine selbstverständliche Verbindung zwischen dem sensibel sanierten Bestand, dem Neubau und den Außenanlagen. Das historische Gebäude soll vor allem als zeitgeschichtliches Dokument lesbar erhalten werden. Der Neubau stellt sich dem entsprechend ganz in den Dienst der Ausstellung. Er begrenzt zusammen mit einer Hecke das Areal, wird Teil der Gartenarchitektur und tritt in seiner architektonischen Position gänzlich in den Hintergrund.


The project for the memorial at the site of the former KGB prison Potsdam establishes naturally a connection between the sensitively restored existing building, the new building and the outdoor installations. The historical building is supposed to be maintained as a time-historical evidence. The new building therefore puts itself clearly in service of the exhibition, confines the site together with a hedge and takes a backseat in its architectonic disposition.

Gedenk- und Begegnungsstätte

Projekt
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße 1 - ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam - Neubau einer Museumspädagogischen Einrichtung und Sanierung des zeitgeschichtlichen Dokuments

Bauherr
Evangelisch-kirchlicher Hilfsverein
Gutenbergstraße 71/ 72
14467 Potsdam

Leistungsphasen
Wettbewerb, 1. Preis
LPH 2 - LPH 9

Realisierungszeitraum
2006 - 2008

Bausumme
2.200.000 Euro

„...Die Gedenk- und Begegnungsstätte des ehemaligen KGB-Gefängnisses in Potsdam ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie sich gepflegte Erinnerung Thematisierbarkeit und Aufmerksamkeit erkämpfen muss, wie es das kollektive Gedächtnis erst (wieder)herstellen muss, um wirken zu können. Denn so sehr gepflegte Erinnerung auch ein Herrschaftsmittel war, ist es auch ein Emanzipationsmittel, das vergegenwärtigt, was vergangen schien...“ Armin Nassehi, Soziologe


„... The memorial of the former KGB prison in Potsdam is a haunting example of how sensitive commemoration has to fight for being broached and paid attention for and how collective memory has to be (re)built in order to take effect. As much as the decent commemoration was a mean of authority it is also a mean of emancipation that recalls what seemed bygone...” Armin Nassehi, Sociologist

„...Stätten, an denen Unmenschliches geschah, verlieren ihren Halt in den normalen Zeitläufen. Sie fallen aus dem historisch geordneten Nacheinander von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft heraus. Sie werden in gewisser Weise zeitlos und machen das, was geschah, bleibend gegenwärtig. Die Geschichte solcher Stätten ist nie vergangen, sondern immer Gegenwart. Geschichte als bleibende Gegenwart ist Thema der Gedenkstätte...“ Wilhelm Vossenkuhl, Philosoph


„...sites in which inhumanity occured, forfeit their persistency in the course of time. They are omitted from the historically aligned succession of past, present and future. They become timeless in a certain way and keep present what has happened. Those places’ history has never gone by but is constantly present. History as persisting present is the subject of the memorial.” Wilhelm Vossenkuhl, Philosopher

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